.: Home :: Gedichte :: Gedichte 2 :: Anagramme :: Schüttelreime :: Sonstiges :: Links :: Gästebuch :: Kontakt :.



Und ich liebe das Leben!


Die Erde schätzt das Flachland meiner Freundlichkeiten nicht
Beschwert euch also nicht beim Gärtner, weil sie bebt!
An MIR liegt´s nicht, dass sie so unabdingbar LEBT...
Und DARUM hat die Landschaft jetzt ein ANDERES Gesicht!!!
Ich dienerte mein Herz zu Eis, weil ich so ratlos war
und schluckte eure Steine wie ein Idiot
Ich schob sie in mein Maul hinein wie Honigbrot
Doch heute bin ich endlich wachgeküsst und sehe klar!

Ach, schaut nicht so, wenn ich mal meine Contenance
   vergesse
Mich treibt ja nur das, was mir lehrte MICH zu ZEIGEN!
Ihr sollt mich pfeifen hören könn´n aus meinen Zweigen
und mich nicht SCHWEIGEND sehn mit magenkranker Fresse!
Ich will in meiner Handschrift endlich niederschreiben
das, was in meiner Magengrube sich bewegt
und klingenscharf an meinen Nervensträngen sägt...
Das HABE ICH aus meinem Leib heraus zu treiben!

Die Lügen sind so grad und eben
Der Wahrheit haben wir so leicht ein Bein gestellt
Zum Eiertanzen bin ich viel zu kurz auf dieser Welt
Und ich liebe das Leben!!!

Ich will nicht immer nur die weißen Hemden sauber waschen!
Und nur die Fronten WECHSELN, statt MICH auszukehren!
Kein unprüfbares Dogma kann mich mehr belehren
mit seinem ganzen Hass gesteckt in fremde Jackentaschen!
Und niemals will ich mehr aus blinden, fremden Augen
    schauen
nur weil die Blinden mich für meine Blindheit lieben
Als Dieb gelebt, die Schulden in den Wind geschrieben
Ich mochte nicht mal meiner eignen Wachheit trauen

Ihr starrt mich an, entsetzt, als ritte mich der Teufel
der gleich die Feste eurer Ordnung niederreißt
und ihre Kinder, die ihr meint zu sein, verwaist
Sie ist nicht „euer Blut“! Da hab ich KEINE Zweifel!
Ich will nur endlich SAFT in unser Leben gießen
mit jenen Nährstoff, der in aller Liebe steckt
und der im Sonderfall vielleicht auch Tote weckt...
und sie nach oben reißt von ihrem Ruhekissen

Ja, SOLCHER Untat WILL ich mich ergeben
Der Wahrheit haben wir ZU LEICHT ein Bein gestellt
Zum Eiertanzen bin ich viel zu kurz auf dieser Welt
UND ICH LIEBE DAS LEBEN !!!


1993/2003



Besucher Nr:

 
.: Home :: Gedichte :: Gedichte 2 :: Anagramme :: Schüttelreime :: Sonstiges :: Links :: Gästebuch :: Kontakt :.